Stillgelegte Bahnstrecken in Niedersachsen

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Salzgitter-Bad

[⚒]  Anschlussgleis Kalischacht Fürst Bismarck


 Daten
 Länge: 4,2 km  (eingleisig, nicht elektrifiziert)
 Eröffnung: 1896
 Stilllegung: 1903
 Gleisabbau: Zwischen 1903 und 1907
 
 Informationen
  • Im Salzgitter-Höhenzug vermutete Salzquellen sollten gewinnbringend abgebaut werden
  • 1896 Beginn der Arbeiten am Schacht trotz unbefriedigender Probebohrungen
  • Bis 1900 erheblicher Ausbau der Tagesanlagen
  • Bis 1903 konnten keine abbauwürdigen Kalisalzlager gefunden werden
  • - Stilllegung des Schachtes aufgrund von Unwirtschaftlichkeit
  • 1907 Abriss der Tagesanlagen und Verfüllung des Schachtes
  • 1924 Reaktivierung eines Teiles der Trasse für die Erzbahn Calbecht–Groß Döhren
  • Im Bereich des Anschlusses an die Staatsbahn entstand später ein Agl auf der Trasse
  • - Dieses spätere Agl wurde im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut bzw. verändert
  • Ehemaliges Schachtgelände heute großflächige Grünanlage "Greifpark"
  • [Der Kalischacht Fürst Bismarck bei Wikipedia]

  • Besichtigung: 08/2012 


    Der Bahnhof Salzgitter-Bad. Heute halten hier alle 60 Minuten Regionalbahnen von Braunschweig nach Herzberg. Der Güterverkehr durchfährt den Bahnhof.

    Der Blick vom Bahnhof Salzgitter-Bad nach Osten; das Gleis zum Schacht Fürst Bismarck zweigte bereits hier nach rechts ab und verlief noch ein Stück neben der Staatsbahn (ganz rechts).

    Der Blick von der zu Zeiten des Anschlussgleises noch nicht vorhandenen Brücke der "Nord-Süd-Straße" nach Westen, das Gleis lag links in dem Gebüschstreifen.

    Unter der Brücke wandte sich das Gleis von den Staatsbahngleisen ab.

    Der Weichenrest unter der Brücke verrät, dass die Trasse nach der Stilllegung des Schachtes weiterhin genutzt worden ist.

    Der Blick von der Brücke auf die weitere Trasse (Rechtskurve); hier liegen bereits keine Gleise mehr. Bei den Bäumen im Hintergrund...

    ...wurden die Straße "Am Pfingstanger" und die "Warne" (rechts) auf einer Brücke überquert.

    Die Widerlager scheinen nachträglich verputzt worden zu sein, evtl. ist unter dem Putz noch das original Mauerwerk vorhanden.

    Der Blick nach Osten, die weitere Trasse liegt auf einem Firmengelände und ist daher eingezäunt (oben schwach erkennbar). Bis dorthin wurde die Trasse des einstigen Schachtgleises noch längere Zeit als Anschlussgleis genutzt.

    An der "Windmühlenbergstraße" der Blick zurück entlang der Trasse, unten die Gleisreste des zuletzt bedienten Abschnittes. Die Fabrik und auch die sichtbaren späteren Anschlussgleise wurden im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut.

    Der Blick über die "Windmühlenbergstraße" zurück, links das Gebäde des vorigen Bildes. An dieser Stelle mündete von 1925 bis 1968 von rechts kommend die Trasse der elektrifizierten 780mm-Erzbahn nach Groß Döhren ein, welche die Trasse des einstigen Schachtgleises für die folgenden 1,1 km nutzte.

    Der einstige BÜ "Windmühlenbergstraße" mit Blick nach Osten. Vorne hätte das ursprüngliche Gleis gekreuzt, die "Windmühlenbergstraße" war damals allerdings nur ein Feldweg und verlief ca. 30 Meter weiter nördlich. Kurz dahinter (etwa bei dem Vorfahrtsschild) kreuzte tatsächlich von 1925 bis 1968 die Erzbahn.

    Auf der bergan führenden Trasse liegt heute ein Fuß- und Fahrradweg. Rechts die Straße "Zum Forst".

    Hier kreuzte die Trasse die "Hubertusstraße".

    Teilweise geht es durch einen Einschnitt.

    An der Straße "Mahner Berg" (links) wird der Fußweg von der Trasse heruntergeführt, welche noch ein Stück als überwachsener Streifen weiterführt.

    Einige Meter weiter wurde die "Friedrich-Ebert-Straße" leicht schräg in Blickrichtung gekreuzt.

    Der Blick zurück über die "Friedrich-Ebert-Straße".

    Südlich der "Friedrich-Ebert-Straße" der Blick nach Süden. Während das ursprüngliche Schachtgleis bis 1903 in einer Rechtskurve weiter führte, verlief die spätere Erzbahn von 1925 bis 1968 ab hier in einer Linkskurve gen Groß Döhren.

    Von hier an führt die Trasse durch bewaldetes Gebiet. Heute beginnt direkt hinter dem rechten Bildrand die Bebauung von Salzgitter-Bad, zu Zeiten des Kalischachtes war hier jedoch nur unbebaute Landschaft.

    Dieser Waldweg wurde bereits zu Betriebszeiten hier gekreuzt.

    Direkt hinter dem Waldweg wird die Trasse gut erkennbar, hier beginnt ein Damm.

    An genau dieser Stelle (vgl. voriges Bild) wird ein Bach unter dem Bahndamm hindurchgeführt.

    Abschnittsweise ist der seit weit über 100 Jahren stillgelegte Damm sehr hoch, die Birken waren zu Betriebszeiten natürlich noch nicht da.

    Naherholung mitten im (heutigen) Stadtgebiet, auch wenn es auf den ersten Blick nicht allzu "urban" wirkt. Vor über 100 Jahren führte das Bahngleis hier durch unberührte Felder.

    Etwas weiter wurde die "Bismarckstraße" gekreuzt. Der Straßenname verrät es: Es handelt sich um den einstigen Zufahrtsweg zum Kalischacht Fürst Bismarck. Jenseits der Straße begann bereis das Schachtgelände.

    Noch immer erkennbar, führte das Gleis entlang der Tagesanlagen (einst links) über das Schachtgelände. Heute liegt auf dem gesamten Gelände des gescheiterten Kalischachtes Fürst Bismarck die Grünanlage "Greifpark".

    Die Verladeeinrichtungen wurden über eine Spitzkehre erreicht. Hier die einstige Verzweigung mit Blick nach Südosten, von links (Kurve) kam das Gleis aus Richtung Salzgitter, nach rechts (gerader Weg) ging es zur Verladung.

    Das Spitzkehrengleis lag auf einem aufgeschütteten und bis heute erhaltenen Damm, welcher vor der heutigen "Wiesenstraße" endet.

    Etwa an dieser Stelle könnten sich einst die Verladeeinrichtungen des Kalischachtes Fürst Bismarck befunden haben. Die Geländestufen im Park deuten noch heute darauf hin, dass es hier mal etwas anders ausgesehen haben muss.

     
    [⚒]  Werksbahnen Salzgitter
     
     
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