Stillgelegte Bahnstrecken in Niedersachsen

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Hintergrund/Kontakt

 Hintergrund
Zwischen den Weltkriegen befand sich die Eisenbahn auf dem Höhepunkt ihrer Geschichte. Im Jahr 1914 gab es in Deutschland ein insgesamt 63.700 km langes Streckennetz, und keine Ortschaft lag mehr als zwei Stunden Fußmarsch von nächsten Eisenbahnhof entfernt.1 Der so fast überall vorhandene Anschluss an die Welt brachte gerade in ländlichen Regionen den Aufschwung und Fortschritt voran und sicherte eine zuvor unbekannte individuelle Mobilität über lange Distanzen.
Seit dem ging es mit dem schienengebundenen Verkehrsmittel jedoch stetig bergab. Im Zuge der zunehmenden Individualmotorisierung wurden immer mehr unrentable Strecken stillgelegt. So wurde in Niedersachsen seit dem Zweiten Weltkrieg auf immerhin rund 3.000 km Schienenstrecke der Personenverkehr eingestellt. Viele dieser Strecken wurden teilweise umgenutzt oder überbaut, so dass sie heute nicht mehr in der Landschaft erkennbar sind. Andere Strecken und Anlagen jedoch hinterließen an vielen Stellen Relikte wie Bahndämme und Brachflächen, die bis heute von einstiger Betriebsamkeit zeugen. Diese zum Teil mitten im Wald oder auf dem freien Feld gelegenen Bauten vermitteln oft ein faszinierendes wie auch gespenstisches Flair, und zeugen von den Hindernissen, die beim Streckenbau überwunden werden mussten.  
 Gleisrest in Diekholzen (02/2004).
Diese Homepage verfolgt das Ziel, ebendiese historischen Bauten für die Nachwelt zu erhalten, und Interessierten einen Überblick über den aktuellen Zustand der ehemaligen Bahnstrecken zu geben. Bei den auf diesen Seiten gezeigten Fotos kann und wird es jedoch aufgrund der teilweise nicht mehr zugänglichen oder schlicht nicht mehr vorhandenen Bahntrassen und aufgrund der Tatsache, dass diese Dokumentationen im privaten (Zeit-) Rahmen stattfinden, nie einen Anspruch auf Vollständigkeit geben. Auch ist die Qualität der Fotos und der Seite selber wohl nicht überragend. Trotzdem bin ich immer für sinnvolle Hinweise dankbar, da sich der Fehlerteufel schnell und unbemerkt einschleichen kann. Auch bin ich immer auf der Suche nach historischen Fotos zu den Strecken. Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme sind unten auf dieser Seite angegeben.
Da diese Seiten selbstverständlich auch ein wenig eine Anregung sein sollen, selber Nachforschungen über stillgelegte Eisenbahnstrecken anzustellen, möchte ich hier darauf hinweisen, dass beim Besichtigen dieser früheren Bahnanlagen teilweise Lebensgefahr bestehen kann. Gerade an Brücken und hohen Dämmen, die teilweise marode oder sogar gesperrt sind, sollten Aufmerksamkeit und Vorsicht walten. Außerdem befindet sich das Bahngelände heute an vielen Stellen in privatem Grundstücksbesitz, und ist daher nicht einfach so zu betreten. Auch starker Bewuchs und unzugängliches Gelände können eine genaue Dokumentation erschweren.
Zum Schluss möchte ich noch all denjenigen danken, die mir Infos, Karten und Bilder zukommen ließen und somit dazu beigetragen haben, diese Seite ständig zu erweitern und zu ergänzen. Da die namentliche Nennung aller Helfer inzwischen die Rahmen des Platzes und der Übersichtlichkeit sprengen würde, und ich unbeabsichtigterweise wahrscheinlich sowieso jemanden vergessen würde, möchte ich es hier bei einem allgemeinen Dankeschön belassen.
 
 Hinweis zum auf diesen Seiten verwendeten Kartenmaterial
Die auf diesen Seiten benutzten Topographischen Karten sind nachträglich bearbeitete Auszüge aus Karten der Behörde für Landesvermessung und Geobasisinformation Niedersachsen .
Die Nutzung der Karten erfolgt lediglich im Rahmen dieser privaten Homepage. Die Karten sollen ausschließlich der Information und Beschreibung dienen, ihre Nutzung erfolgt ohne jeglichen kommerziellen Hintergrund.
 
 Kontakt / Impressum
Verantwortlich für die Webseite Stillgelegte Bahnstrecken in Niedersachsen sowie sämtliche dazugehörige Unterseiten ist:
 
Philipp Herrlich
Wunramstraße 7
31139 Hildesheim
Kontakt: eM@il
 

1) Steinecke, Albrecht (2006): Tourismus. Eine geographische Einführung. Braunschweig: Westermann. S. 118.