Stillgelegte Bahnstrecken in Niedersachsen

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Hannover Localbahnhof–Hannover-Linden [Alte Trassierung]


 
 Daten
 Länge: 4,6 km  (eingleisig, zweigleisig trassiert, nicht elektrifiziert)
 Streckennummer: 1760
 Eröffnung: 13.04.1872
 Stilllegung:
  • Han. Localbahnhof (Pv): 01.02.1880
  • Han.-Süd–Han.-Linden: 26.06.1909
  • Güterbahnhof Hannover Süd: 1995
Gleisabbau:
  • Han.-Süd–Han.-Linden: 1909
  • Güterbf. Hannover Süd: 1990–1995
 Informationen
  • Gebaut durch die Hannover-Altenbekener Eisenbahn-Gesellschaft (HAE)
  • Ausgangspunkt war Hannover Localbahnhof (später Gbf Hannover Süd)
  • 1880 wurde die HAE verstaatlicht, die Züge fuhren nun im neuen Staatsbahn-Hauptbahnhof ab
  • Das Empfangsgebäude vom Localbahnhof wurde nach Halle (Westf.) umgesetzt und stand dort bis 1963
  • Eisenbahnbrücken über Leine und Ihme als Fußgängerbrücken erhalten
  • [Diese Strecke bei Wikipedia]
  • Literatur: Bahls, Michael (2006): Die Hannover-Altenbekener Eisenbahn. Nordhorn: Kenning.
Besichtigung: 
06/2011 
04/2012 
06/2025 


Unmittelbar neben der Hannöverschen Südbahn (links, bis 1878 in der Ebene) lag der Bahnhof Hannover Localbahnhof (Km 0,00) der HAE. Vorne die (heutige) Anna-Zammert-Straße, hier verkehrte ab 1872 auch eine Pferdestraßenbahnlinie. Rechts das nördliche Ende des einstigen Bahnhofsgeländes, Blick nach Süden.

Der Blick auf die Brücke der Hannöverschen Südbahn zeigt vorne ein ungenutztes Paar Widerlager, dort lag bis 1909 ein Verbindungsgleis von der HAE zur Staatsbahn. Das Empfangsgebäude des Localbahnhofs wurde nach Halle (Westfalen) umgesetzt und stand dort bis 1963.

Der Blick nach Süden auf dem Gelände des Localbahnhofs. Die Gleise wurden bis maximal 1994 im Güterverkehr genutzt.

Auch schmalspurige (innerbetriebliche) Gleisreste finden sich hier.

Der Blick nach Norden. Das rote Gebäude entstand ab ca. 2019 im Zuge der im Jahr 2017 begonnenen großflächigen Umgestaltung des gesamten Geländes.

Die (fast) gleiche Ansicht im April 2012, als hier noch eine alte Industriehalle stand.

Etwas weiter westlich der Blick von der heutigen Anna-Zammert-Straße (rechts des Zaunes) nach Süden, die Kurve beschreibt etwa den einstigen Verlauf des Verbindungsgleises zum Rangierbahnhof Pferdeturm (s. u.).

Die (fast) gleiche Ansicht im Juni 2011, die Laternen stammten wahrscheinlich noch vom einstigen Güterbahnhof. Die Erschließungsstraße verlief direkt vor den Gebäuden.

[➥]  Verbindungsgleis Rangierbahnhof Pferdeturm  sowie  Verbindungsgleis Hannover Hbf [Unvollendet]

 Daten
 Länge: ~ 1,4 km  (eingleisig, nicht elektrifiziert)
 Eröffnung: 1871
 Umbau der Trasse: 1878
 Stilllegung: ~1900
 Unvollendetes Verbindungsgleis zum Hbf: Baubeginn ~1875, Gleisabbau 1878
 Informationen
  • Das Gleis zum Pferdeturm begann im südlichen Bereich des Localbahnhofs und führte entlang einer Rampe auf einen Damm
    • Es überquerte ursprünglich die (damals ebenerdig verlaufende) Hannöversche Südbahn auf einer Brücke
    • 1878 Höherlegung der Staatsbahn: Abtragung des Dammes und Wiederaufbau des Gleises auf gleichem Planum (die Staatsbahn wurde nun unterquert)
  • 1875 Baubeginn des Verbindungsgleises zum Hbf trotz noch laufender Verhandlungen zwischen HAE und Staatsbahn
    • Die Große Düwelstraße und der Misburger Damm wurden auf Brücken überquert
    • Im südlichen Bereich nutzte das Gleis die Rampe des Gleises zum Pferdeturm
    • 1877 Einigung zwischen HAE und Staatsbahn: Andere Einführung der HAE in den Hbf ab 1880, Abbau der fast fertiggestellten Trasse bis 1878

Nur wenige Meter weiter südlich der Blick zurück nach Norden. An dieser Stelle trennten sich bis 1878 die Trassen zum Pferdeturm und zum Hauptbahnhof.

Die gleiche Ansicht im Juni 2011. Während das Pferdeturm-Gleis nach rechts schwenkte, führte der Damm des Hbf-Gleises geradeaus auf die sichtbaren Häuser zu.

An der Straße Am Südbahnhof (vorne) endete das Bahnhofsgelände. Im Mittelgrund verläuft die Südbahn seit 1878 auf einem Damm, das Gleis zum Pferdeturm über- bzw. unterquerte die Hauptbahn in einer langen Rechtskurve. Der weitere Verlauf des Gleises ist heute vollständig überbaut.

Das nie in Betrieb genommene Gleis zum Hauptbahnhof kreuzte die Große Düwelstraße (Blick Nord) schräg von vorne rechts nach hinten links auf einer Brücke mit 7m lichter Weite. Rechts das auf dem vorigen Bild sichtbare Gebäude.

Der Misburger Damm (heute Marienstraße) wurde in Blickrichtung auf einer Brücke mit drei eisernen Überbauten auf zwei Pfeilern gequert.

Etwa im Bereich der damals nicht existenten Berliner Allee hätte das Gleis (von vorne rechts nach hinten links) im linken Bereich des Bildes mit einer Rampe die damals ebenerdig verlaufende Staatsbahn erreicht (nach links geht es zum Hauptbahnhof).

Der Blick nach Süden entlang der Anna-Zammert-Straße.

Die gleiche Ansicht im April 2012. Die einstige Ladestraße diente damals der Erschließung des gesamten Areals.

Der Blick von der Straße auf eine der alten Produktionshallen, die bereits auf Bild 3 zu sehen war. Ein davor befindliches Gbf-Gebäude wurde abgerissen.

Die gleiche Ansicht im Juni 2011. Das Gebäude gehörte zum Güterbahnhof und wurde Anfang 2012 abgerissen.

Direkt daneben stand im April 2012 noch dieser alte Schuppen, welcher augenscheinlich bereits vor geraumer Zeit verlängert worden war.

Blickt man von der Straße aus nach Osten, erkennt man eine weitere der alten, noch existenten Hallen (vgl. nebenstehendes Bild).

Etwas weiter südlich der Blick zurück nach Norden.

Die gleiche Ansicht im April 2012, als vor der Halle noch ein Gleisrest lag. Das Gleis führte einst durch das Tor in die Halle.

Die gleiche Stelle mit Blick weiter in Richtung Süden.

Die gleiche Ansicht im April 2012.

Noch einige Meter weiter südlich der Blick zurück nach Norden, etwa hier befand sich das südliche Ende des Bahnhofsgeländes. Ab 1880 wechselte der Personenverkehr hier nach rechts auf die Südbahn, um zum "neuen" Hauptbahnhof zu gelangen.

Die gleiche Ansicht im April 2012. Etwa hier trennten sich auch die Verbindungen zum Pferdeturm sowie zum Hauptbahnhof (s.o.) von der Strecke, sie zweigten ab 1871/1876 nach links von den restlichen Anlagen ab, und verliefen parallel zu diesen nach Norden.

Blick nach Süden vom südlichen Ende des einstigen Gbfs, hier entstand bereits im Jahr 2012 ein neues Fachmarktzentrum. Etwa hier begann eine Rechtskurve in Richtung Linden, dieser Bereich ist heute überbaut. Nach links (hinter dem Gebäude) zweigte seit 1909 die Rampe zum Bahnhof Hannover-Bismarckstraße (s.u.) ab.

Im Juni 2011 stand noch eine alte Verladeeinrichtung auf dem Gelände. Durch die Umgestaltung des Gbf-Geländes ist auch dieses Relikt verschwunden.

[➥]  Verbindungsgleis Hannover-Bismarckstraße


Das ca. 0,8 km lange Verbindungsgleis wurde 1909 im Zuge der Neutrassierung der HAE eröffnet und 1995 stillgelegt. In den 2000er-Jahren wurde es abgebaut.

Der Blick nach Süden hinter dem neuen Fachmarktzentrum (rechts). Links sind ansatzweise noch die Reste der ansteigenden Rampe zur Südbahn erahnbar.

Blick vom Bahnsteig in Hannover-Bismarckstraße nach Norden, in Bildmitte ist schwach die Trasse bzw. der Brückenträger des einstigen Gleises zum Südbahnhof erkennbar.

Die fast gleiche Ansicht im April 2012, links des Zuges sind der damals noch vorhandene Gleisstummel samt Prellbock erkennbar.

Am Ende der einstigen Kurve führte die Strecke schnurgerade durch die heutige Südstadt. Die Straße Altenbekener Damm, welche mit ihrem Namen an die einstige Bahntrasse erinnert, liegt heute genau auf der Trasse (Blick nach Westen).

Die kreuzende Hildesheimer Straße samt der auf ihr verkehrenden Straßenbahn überquerte die Bahnstrecke damals auf einer Brücke; die Brauerei existierte bereits damals direkt neben der Trasse. Etwa 600m weiter (im Hintergrund)...

...zerschneidet der von 1934 bis 1936 entstandene Maschsee die ehemalige Trasse. Hier der Blick vom östlichen Ufer nach Westen, in Bildmitte die Trasse.

Auf der westlichen Seite des Maschsees. Im Hintergrund...

...folgt die heute als Fußweg dienende Brücke über die Leine. Wie die gesamte Trasse war die Brücke für zwei Gleise ausgelegt, ...

...ein zweigleisiger Ausbau erfolgte jedoch nie. Blick auf das zweigleisige westliche Widerlager.

Die Brücke in der Gesamtansicht von Süden her.

Auch westlich der Brücke ist die Trasse als Fußweg erhalten.

Nach einer leichten Rechtskurve folgt die wesentlich längere, ebenfalls für zwei Gleise vorbereitete Brücke über die Ihme.

Blick nach Osten entlang der Brücke, die zweigleisig ausgelegten Pfeiler sind deutlich erkennbar.

Blick zum neuen S-Bahnhof Hannover-Linden/Fischerhof (Bildmitte).

Blick zurück westlich der Brücke (links), rechts die neuere, heute genutzte Brücke. Der weitere Damm bis zur Einfädelung der neuen Trassierung (im Rücken des Fotografen) wurde abgetragen.

Blick zurück nach Osten vom heutigen S-Bahn-Hp. Die alte Trasse führte leicht nach links auf die Bäume zu, wo die alte Ihmebrücke liegt. In Bildmitte ist die danebenliegende neuere Brücke erkennbar.

Der neue S-Bahnhof Hannover-Linden/Fischerhof (Blick nach Westen) wurde im Mai 2006 eröffnet und bietet direkten Übergang zur Stadtbahn. Der ursprüngliche Bahnhof Hannover-Linden lag etwa 600 Meter weiter westlich (Hintergrund rechts).

Der "Vorplatz" des Bahnhofs Hannover-Linden (neu Km 6,5) (bis 1909 Linden-Fischerhof); man beachte die inzwischen stehengebliebene Bahnhofsuhr rechts.

Der Blick nach Westen. In diesem Bahnhof schloss sich die ebenfalls stillgelegte HAE-Güterstrecke zum Bahnhof Linden-Küchengarten an.

 
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