Stillgelegte Bahnstrecken in Niedersachsen

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Hannover

[➥]  Döhrener Wollwäscherei und -kämmerei
 
 Daten
 Länge Schmalspurbahn (1.000 mm): 2,2 km
 Länge Anschlussgleis (1.435 mm): 1,6 km
 Eröffnung Schmalspurbahn: 1882
 Eröffnung Normalspur-Agl: 1910
 Stilllegung: 1973
 Gleisabbau Normalspur-Agl: 1974
 
 Informationen
  • Anschluss der "Döhrener Wolle"
  • Schmalspurbahn (1.000 mm) 1882–1910
  • - Wülfel–Wiehbergstraße–Döhrener Wolle
    - Dampflok- und Pferdebetrieb
  • Normalspuriges Anschlussgleis ab 1910
  • - KBS 350–Kastanienallee–Döhrener Wolle
    - Dampf- und Diesellokbetrieb
  • Eisenbahnbrücke an Leineinsel erhalten (heute Fußweg)
  • Linktipp: [Damals in Döhren]
  • [Die Döhrener Wolle bei Wikipedia]

  • Besichtigung: 06/2012 

     Schmalspurbahn (1882–1910)

    Die Straße "Am Eisenwerk" nördlich des Gbf Hannover-Wülfel mit Blick nach Osten. Hinten bei den Bäumen wird der Verlauf der Straße von der KBS 350 durchschnitten, rechts lag von 1885 bis 1910 der Verladebahnhof der Schmalspurbahn; bis 1885 hatte er sich noch etwas weiter südlich befunden.

    Blick nach Südosten an der "Hildesheimer Straße". Die 1.000 mm- Bahn (umgangssprachlich "Döhrener Dampfstraßenbahn") kam links aus der Straße "Am Eisenwerk", kreuzte in einer Kurve die bereits damals vorhandene Straßenbahn und führte dann entlang der "Hildesheimer Straße" nach Norden (auf den Betrachter zu).

    Die Kreuzung mit Blick nach Norden, vorne die Straße "Am Eisenwerk". Die Schmalspurbahn kreuzte die Tramgleise und führte dann links in Blickrichtung entlang der "Hildesheimer Straße".

    An der Stadtbahnhaltestelle "Wiehbergstraße" zweigte die Schmalspurbahn, nach links in die schmale "Wiehbergstraße" ab.

     Anschlussgleis (1910–1973)

    Das normalspurige Anschlussgleis fädelte sich nördlich des Bahnhofs Hannover-Wülfel in einem großen Linksbogen aus der KBS 350 (im Mittelgrund, Blick nach Osten) aus und führte links aus dem Bild heraus. Es folgte eine lange S-Kurve, in der ein Gleis zur üstra abzweigte.

    Der Blick in die Gegenrichtung (nach Westen). Die Straße trägt den Namen "An der Wollebahn". Das Gleis kam von rechts und fädelte sich in einer leichten S-Kurve in den heutigen Straßenverlauf ein. Rechts hinter den Büschen liegt der üstra-Betriebshof Döhren, der über ein vom Wollegleis abzweigendes Anschlussgleis verfügte .

    Anschließend kreuzte das Anschlussgleis die "Hildesheimer Straße" samt Straßenbahn. Direkt vor dem Bü lag südlich (links) der Trasse der Kohlebunker für die Dampfloks der Wollwäscherei, davon ist heute nichts mehr zu sehen.

    Nur wenige Meter weiter folgte die Kreuzung mit der diagonal verlaufenden "Kastanienallee", welche im Bild von vorne rechts nach hinten links verläuft. Dahinter folgte ein zweigleisiger Abschnitt. Heute liegt die "Neckarstraße" auf dem Planum der einstigen Bahntrasse.

    An der Kreuzung mit der "Wiehbergstraße" der Blick zurück. Von rechts (Süden) mündet hier die alte Schmalspurtrasse ein.

    Der gleiche Standort mit Blick in die "Wiehbergstraße", entlang der bis 1910 betriebenen Schmalspurbahn (vgl. oben). Nach rechts führten beide Strecken auf der selben Trasse zum Wollwerk.

    Die Kreuzung mit Blick nach Westen. Einst begann im Mittelgrund bereits das Werksgelände der Döhrener Wolle, welches hier sowohl von der Schmalspur- als auch von der späteren Agl-Trasse erreicht wurde. Heute befinden sich hier moderne Wohngebäude.

    Westlich des Wohnblocks liegt das Leinewehr (links), der nach rechts fließende Leinearm wurde genau in Blickrichtung auf einer Brücke überquert und so der Hauptteil des Werks auf der Leineinsel erreicht. Die ganz rechts erkennbare Brücke...

    ...trug einst ebenfalls ein aus Richtung Leineinsel (Blickrichtung) angeschlossenes Gleis, welches zu den östlichen Werksteilen (im Rücken des Fotografen, heute Wohnbebauung) führte.

    Der Blick entlang des südlichen Ufers der Leineinsel, rechts standen einst die riesigen Hallen der "Döhrener Wolle". Hier gab es weitere Anschlüsse zu diversen Hallen, teilweise mit Waggondrehscheiben.

    Am südwestlichen Ende der Leineinsel steht bis heute eine Eisenbahnbrücke über den die Insel umfließenden Flussarm.

    Die gleiche Ansicht Ende der 1970er. Am anderen Ufer lag das Chemielabor der Wollfabrik.     Foto: Jens Schade

    Die Brücke von Süden.

    Am westlichen Ufer.     Großbilder »

    Der Blick zurück zur Leineinsel vom westlichen Ufer. In Bildmitte ist schwach die dortige Wohnbebauung erkennbar.

    Die gleiche Ansicht Ende der 1970er, nach dem Abbruch der meisten Fabrikhallen und dem Abbau der Gleise.    Foto: Jens Schade

    Blick nach Westen, auf das Gelände des einstigen Chemielabors. Links, wo einst ein Gebäude stand (vgl. historisches Bild oben), befindet sich nun ein Rodelberg, rechts (einst Fabrikhallen) eine Wiese.

    Blick nach Süden vom nördlichen Ende des Fabrikteils. In Bildmitte der Rodelberg, links eine bewachsene Kopfsteinpflasterstraße. Die Wiese trägt den offiziellen Straßennamen "Döhrener-Wolle-Platz".

     
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