Stillgelegte Bahnstrecken in Niedersachsen

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Salzgitter-Bad

[➥]  Bf. Finkenkuhle–Schacht Georg
 
 
 Daten
 Länge: 3,3 km  (eingleisig, nicht elektrifiziert)
 Eröffnung: 10.08.1942
 Stilllegung: 1965
 Gleisabbau: ~1966
 
 Informationen
  • Der Eisenerzschacht Georg wurde 1942 eröffnet und war Teil der Grube Gitter-Georg
  • Teilweise aufwändig trassierte Anschlussbahn mit Brücken und Einschnitten
  • Endgültige Einstellung des Grubenbetriebes am 31.07.1965
  • Ein weiteres begonnenes Gleis zur Grube Johannes (in Sz-Ringelheim) wurde nicht fertiggestellt
  • [Der Schacht Georg bei Wikipedia]
  • Literatur: Machel, Wolf-Dieter (Hrsg.): Salzgitter Eisenbahnen, in: Neben- und Schmalspurbahnen in Deutschland einst und jetzt. München: GeraNova.
Besichtigung:
08&10/2012 
05/2014 

 


Der Blick von Norden auf das Empfangsgebäude des Staatsbahnhofs Salzgitter-Bad, im Vordergrund auf dem Parkplatz lagen einst die Gleise des Werksbahnhofs Finkenkuhle.

Der Blick von einer Fußgängerbrücke im Bereich der westlichen Bahnhofsausfahrt von Salzgitter-Bad zurück auf das Bahnhofsgelände. Hinter dem Stellwerk erkennt man nördlich der beiden verbliebenen Gleise den Bereich des einstigen Bahnhofs Finkenkuhle.

Blick nach Westen. Die einst zweigleisige Staatsbahnstrecke ist heute eingleisig. Rechts (nördlich) der Staatsbahngleise im Bereich der Baumreihe lag einst das Gleis zum Schacht Georg.

Etwas weiter wurde die B 248 (heute auch B 6) unterquert. Die Staatsbahn liegt links der Baumreihe, das Gleis nach Gitter lag etwa im Bereich der heutigen Straße, schon einige Meter von der Staatsbahn entfernt. Die Brücke dürfte erst nach Stilllegung des Gleises errichtet worden sein.

Von der folgenden Brücke Ütschenweg der Blick zurück, hinten die B 248. Das Gleis zum Schacht Georg kurvte hier leicht von der Staatsbahn weg, es führte etwa mittig über die Wiese in der linken Bildhälfte. Das unvollendete Gleis nach Ringelheim wäre weiterhin neben der Staatsbahn verlaufen.

Die gleiche Stelle mit Blick nach Salzgitter-Ringelheim. Das Gleis zum Schacht Johannes wäre rechts der Staatsbahn verlaufen und hätte zusammen mit selbiger im Hintergrund das Gleis zum Schacht Georg unterquert.

Westlich des Ütschenweges ist die Trasse nach Gitter zunächst mit einem Gewerbebetrieb überbaut. Einige Meter weiter wird der Bahndamm wieder sichtbar, welcher hier nach Süden abbiegt...

...und die Staatsbahn zwischen Salzgitter-Bad und Salzgitter-Ringelheim auf einer Brücke überquert. Die unvollendete Trasse nach Salzgitter-Ringelheim hätte zusammen mit der Staatsbahn die Brücke unterquert.

[➥]  Bf. Finkenkuhle–Schacht Johannes [Unvollendet]


 Daten

 Geplante Länge: 4,6 km  (eingleisig, nicht elektrifiziert)

 Informationen

  • Der Schacht Johannes war Teil der Grube Gitter-Georg und wurde 1941 eröffnet
  • Das geplante Anschlussgleis wurde begonnen, aber nicht fertiggestellt
  • Am Schacht Johannes war ein Güterbahnhof mit 7 Gleisen geplant
  • Das Gleis sollte in Ringelheim bis zum werkseigenen Sägewerk im Ort führen, dieser Abschnitt wurde nicht begonnen
  • Die endgültige Aufgabe des Schachtes Johannes erfolgte am 31.07.1965
  • [Der Schacht Johannes bei Wikipedia]
 
Vom folgenden Wirtschaftsweg der Blick zurück auf die Brücke, das unvollendete Agl nach Ringelheim hätte links (nördlich) des Staatsbahngleises gelegen.

Die gleiche Stelle mit Blick nach Westen. Hier entfernt sich die Trasse des Anschlussgleises leicht von der Staatsbahntrasse.

Die Trasse des unvollendeten Gleises dient hier als Feldweg. Im Hintergrund wurde ein Fahrweg gekreuzt, welcher für die Trasse des geplanten Agl verlegt wurde.

Ein kleines Waldstück kennzeichnet heute das Gelände des einstigen Eisenerzschachtes Johannes. Niveauunterschiede deuten deutlich darauf hin, dass sich in diesem Wäldchen einst etwas anderes befand. Hier hätte wohl der geplante 7-gleisige Güterbahnhof gelegen.

Im nordwestlichen Bereich des Geländes liegt heute ein Reha-Zentrum. Die Weiterführung des Gleises von hier aus bis zum Sägewerk wurde nicht ausgeführt.

Die Brücke des Georg-Gleises von Süden her gesehen.

Kurz hinter der Bahnbrücke unterquert ein Fahrweg die Trasse.

Der Blick nach Süden. Die Trasse (links) endet heute in einem Hang, der anschließende Einschnitt samt Straßenbrücke (oben hinter der Kuppe) wurde zugeschüttet. Am rechten Bildrand...

...erkennt man einen weiteren Dammrest. Hier lagen einst mehrere Abstellgleise. Am linken Bildrand der Damm des Werksgleises (vgl. voriges Bild).

Die (heutige) K 32, die für das Bahngleis extra verlegt worden war, überquerte den Einschnitt auf einer heute nicht mehr vorhandenen Brücke, welche sich in Bildmitte (bei den Anhängern) befand (der Einschnitt verlief von links nach rechts).

Der Blick von der Straße aus entlang des einstigen Einschnittes, welcher sehr breit war und sich bis weit nach links erstreckte. Im Hintergrund der alte Straßenverlauf.

[⛟]  Alter Straßenverlauf der K 32


Der Blick von der K 32 nach Norden. Rechts die alte Trasse der Straße, welche im Zuge des Baus des Anschlussgleises verlegt wurde.

Auf der alten Straße, im Hintergrund Gitter. Vor den Gebäuden kreuzte einst der heute wieder verfüllte Bahneinschnitt, dessen Bau der Grund für die Verlegung der Straße war.

Das Gelände des einstigen Schachtes Georg von Nordwesten her gesehen.

Die gleiche Ansicht zu Betriebszeiten der Grube.     Foto: Arge Schroederstollen

Das Gelände des früheren Schachtes Georg wird heute von verschiedenen Industrie- und Gewerbebetrieben genutzt. Hier der Blick vom Hohenroder Weg auf die einstige Zufahrt.

Der Blick nach Süden. Bei der Baumreihe endet das Schachtgelände unmittelbar vor der Bahnstrecke Hildesheim–Goslar.

 
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