Stillgelegte Bahnstrecken in Niedersachsen

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Braunschweig Nord–Fallersleben
[2]  Lehre–Fallersleben



Der Bahnhof Lehre zu Betriebszeiten, der Blick geht in Richtung Fallersleben.  © Werner Düring

Das Empfangsgebäude ist heute bewohnt und wurde zum Aufnahmezeitpunkt (2003) gerade renoviert.
 
 
In Lehre gibt es noch weitere Eisenbahnrelikte. Zum einen die
Trasse eines Anschlussgleises zu einer früheren Munitionsfabrik,
welche ab 1935 in einem Waldgebiet östlich Lehres entstand. Das
Anschlussgleis zweigte im Bahnhof Lehre in östlicher Richtung ab
und überquerte die Schunter, die B 248 sowie die K 38. Das ehe-
malige Muna-Gelände im Wald ist heute noch eingezäunt und
somit unzugänglich.
Des weiteren interessant ist der unvollendete südliche Teil der
Ausbaustrecke von 1942. Noch heute zeugen gewaltige Bahn-
dämme (vgl. Karte) von dieser unvollendeten Strecke. Nordöstlich
von Lehre ergibt sich eine interessante Situation. Hier fädelt sich
die 1942 gebaute Streckenführung aus der Alten aus. Die unvoll-
endete Strecke hätte sich hier angeschlossen. Daher existierte bis
zur Stilllegung eine Verschwenkung in der Strecke (vgl. Karte),
welche das Gleis von der alten auf die neue Strecke nach Fallers-
leben führte. Ab hier liegen auf einem kurzen Abschnitt zwei still-
gelegte Strecken nebeneinander: Die alte Strecke nach Fallers-
leben, und die "neue" bis zur Einfädelung der Weddeler Schleife.
 
 

Hier der Blick auf einen der gewaligen unvollendeten Bahndamm-Abschnitte nördlich von Lehre, der inzwischen komplett bewachsen ist. Auf diesem Bahndamm ist nie ein Zug gefahren.

Am 22.05.1998 war zwischen Lehre und Groß Brunsrode eine große Halde aufgeschüttet, von welcher aus dieses Bild entstand. Gut er-
kennbar die Verschwenkung im Gleis. Hinten Lehre.  © Andreas Lobach
 

Dieses Bild entstand ungefähr am weißen Trafohäuschen des vorigen Bildes. Nur eine abgeräumte Bahntrasse ist hier noch zu finden. Die unvollendete Strecke wäre in einer leichten Rechtskurve den Bäumen gefolgt.

Blick in die Gegenrichtung, rechts die erwähnte Halde. Hier erkennt man den Einschnitt, in welchem die Strecke verschwand. Wäre die unvollendete Strecke in Betrieb gegangen, würde der Zug geradeaus weiter auf den Fotografen zu fahren.   © Andreas Lobach
 

Der gleiche Blick heute. Die neuere Strecke verschwand links hinten im Einschnitt (vgl. voriges Foto), welcher inzwischen verfüllt ist. Die alte Strecke folgte der Baumreihe links, sie war noch bis in die 1970er hinein von hier aus bis Brunsrode-Flechtorf in Betrieb.

Der 1976(?) aufgelassene Bahnhof Groß Brunsrode. Die Strecke unterquerte die Straße von rechts kommend vor dem EG in einem Einschnitt und erreichte links die Weddeler Schleife, welche hinter dem Gebäude entlang läuft (das Brückengeländer ist sichtbar).
 

Nur einige Meter der Straße folgend liegt der alte Bahnhof Brunsrode-Flechtorf, welcher noch bis in die 1970er hinein von Lehre aus im Güterverkehr bedient wurde. Das Gebäude ist bewohnt, im Garten erkennt finden sich Reste der Laderampe.

Die alte Trasse nach Fallersleben ist noch überall zu erkennen. Es existieren Dämme und Einschnitte. Hier die Trasse in Richtung Fallersleben kurz vor dem Hohnstedter Holz, welches man im Hintergrund erkennt.
 

Im Hohnstedter Holz existieren teilweise sehr hohe Bahndämme, wie hier mit Blick zurück nach Braunschweig. Sogar den Bahnschotter kann man am Rande der Trasse teilweise noch finden.

Vor ehmen wurde ein Waldweg überquert. Hier existieren noch die beiden Widerlager. Unmittelbar rechts des rechten Widerlagers ist die Trasse komplett mit der Ortschaft Ehmen überbaut.
 

Noch gut erhalten ist das Bahnhofsgebäude von Ehmen. Es beherbergt ein kleines Geschäft. Hier sieht man die Straßenseite, die Gleisseite ist Privatgrund und wurde umgenutzt. Von der Trasse ist in diesem Bereich nichts mehr zu finden.

Hinter dem Bahnhof Ehmen führt die Trasse über das Feld nach Fallersleben und ist teilweise überbaut. Hier sieht man die letzten Meter in Ehmen; die Trasse müsste rechts neben der Straße gelegen haben, also dort, wo heute die Häuserreihe steht.
 

Auch in Fallersleben, wo die Strecke den Bahnhof erreichte, findet man keine Hinweise mehr. Etwa hier, im Bereich einer Holzhandlung, müsste die Strecke gelegen haben. Im Vordergrund ein Schmalspur-Gleisrest, weiter hinten ein Regelspur-Gleisrest.

Im Bereich des früheren Bahnhofs Fallersleben BLE (direkt neben dem Staatsbahnhof), ist inzwischen alles mit einem Neubaugebiet überbaut. Das Haus links scheint jedoch aus früheren Zeiten zu stammen.
 

 
 
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