Stillgelegte Bahnstrecken in Niedersachsen

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[➥]  Hildesia–Mathildenhall [600mm]

 Daten
 Länge: 3,9 km  (eingleisig, 600mm Spurweite, elektrifiziert)
 Eröffnung: 1912
Stilllegung: ~1930
Gleisabbau: 1935
 
 Informationen
  • Erschließung des Hildesia-Zweitschachtes Mathildenhall
  • Transport von Maschinen, Baumaterialien, Kali und Holz, ab 1915 auch Personen
  • Überwand auf 3,9 km einen Höhenunterschied von 78,54 m
  • Vor dem Schacht Mathildenhall befand sich eine Spitzkehre
  • Betrieb mit 230 V =, Abstand zwischen Schienenoberkante und Fahrleitung 5 Meter
  • Lokomotiven: Zwei AEG-Bo-Loks mit je zwei 25 PS-Motoren
  • Waggons: Muldenkipper; Hunte; ein vierachsiger Personenwagen (Länge 8,65 m ü.P.)
  • 1917 Bau eines 250 m langen Holzgleises am Barfelder Stieg im Hildesheimer Wald
  • Als 1928 die Förderung eingestellt wurde, legte man die Bahn still und baute sie 1935 ab
  • [Die Kleinbahn Marienburg(Han)–Hildesia bei Wikipedia]

  • Besichtigung: 04/2013 


    Das Ende des Kleinbahnhofs Hildesia (Km 0,0) in Diekholzen mit Blick in Richtung Mathildenhall. Die Grubenbahn begann auf dem Gelände rechts, es bestand eine Umlademöglichkeit zum links liegenden Ausziehgleis der Kleinbahn.

    Am heutigen "Broyhansweg" (von links kommend) erkennt man rechts ein Gelände, auf welchem sich einst der Lokschuppen der Grubenbahn befand. Das spätere Anschlussgleis zur Munitionsanstalt verlief links der Straße (nach hinten links).

    Der weitere Verlauf der Schmalspurtrasse im Bereich des Muna-Geländes ist nicht mehr erkennbar. Links die Normalspur-Trasse.

    Das Ende des Muna-Geländes mit Blick in Richtung Mathildenhall. Etwa hier führte die Bahn entlang.

    Durch die Erdarbeiten beim Bau der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg (links hinter den Bäumen) im Jahr 1989 wurde das Gelände nordwestlich der früheren Muna komplett verändert.

    Westlich der SFS schwenkt ein Fahrweg in den Bereich der früheren Schmalspurtrasse und überquert das Flüsschen "Warme Beuster" auf einer alten Steinbrücke, die wahrscheinlich einst auch von der Grubenbahn genutzt wurde.

    Die Brücke von der Seite. Im weiteren Verlauf der Trasse folgt eine merkliche Steigung, an deren Stelle die Grubenbahn...

    ...laut historischen Karten durch einen Einschnitt führte, welcher scheinbar später zugeschüttet worden ist.

    Auf der "Erhebung".

    Die Trasse verlief rechts des Fahrweges.

    Nach etwa 2,6 km folgte an einer Kreuzung eine scharfe Linkskurve, ...

    ...die Trasse lag nun links des Weges und stieg stark an.

    Der Blick vom Weg auf die Trasse, links des Bildes die Wegverzweigung. Der Backstein vorne links stammt wahrscheinlich von einem einstigen Durchlass unter der Trasse.

    Die gleiche Ansicht im Februar 2004, als der Durchlass und die Trasse noch gut erkennbar waren. Auch der Wald neben der Trasse war damals noch nicht gerodet.

    Weiter bergan wechselte die Trasse etwa am Ende dieser S-Kurve auf die rechte Seite des Weges. Etwa oberhalb dieses Wegüberganges...

    ...zweigte das einstige Holzverladegleis nach rechts ab. Blick entlang des Weges; die Trasse rechts ist deutlich erkennbar.

    Auf der Trasse; hinten links folgte bereits die Spitzkehre vor dem Kalischacht Mathildenhall.

    Blick aus der Spitzkehre. Der grüne Streifen entspricht in etwa der Trasse, die hinten rechts aus Hildesia kam und halb links nach oben zum Schacht führte.

    Der Blick nach Südosten auf die einstige Spitzkehre, welche heute von einer neuen Trassierung des Zufahrtsweges durchschnitten wird. Letzterer verlief einst in einem größeren Bogen und ist als grüne Spur deutlich erkennbar, während das Spitzkehrgleis in Blickrichtung rechts zwischen den Bäumen lag.

    Nördlich der Spitzkehre der Blick bergauf entlang des Gleisastes zum Schacht Mathildenhall.

    Das Gelände des ehemaligen Schachtes Mathildenhall (Km 3,9) ist überwachsen. Im Boden finden sich Relikte wie Fundamente, Steine, Normalspurgleise und Knochen.

    Die gleiche Ansicht im Februar 2004, als das Gelände noch teilweise eingezäunt war. Die Pfosten bestanden aus früheren Schmalspurgleisen. An der Ecke hing ein Schild...:

    "Unbefugten ist das Betreten dieser Anlagen bergpolizeilich verboten".

    Auch eine aus einem Gleis bestehende Laterne stand im Februar 2004 noch hier.

    Blick über den freien Teil des Geländes. Inzwischen sind hier keine Spuren des Schachtes Mathildenhall mehr erkennbar.

    Die gleiche Ansicht im Februar 2004, als sich noch einige eingezäunte Gerätschaften der "Kali+Salz Bad Salzdetfurth" auf dem alten Schachtgelände befanden.

    Der Schachtdeckel.

    Im Februar 2004 wurde der Schacht durch die "Kali+Salz" verfüllt.

     
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      Literatur:
      Machel, Wolf-Dieter & Schüler, Eberhard (Hrsg.) (1999): Marienburg(Han)–Hildesia, in: Neben- und Schmalspurbahnen in Deutschland einst und jetzt. München: GeraMond.