Stillgelegte Bahnstrecken in Niedersachsen

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Braunschweig Hbf [und Anschlusstrassen]
[1]  Anschlusstrassen


 Zufahrt aus Richtung Süden (Bad Harzburg)

Die Trasse nach Neustadt (ab 1892 Harzburg) wurde 1838 als erste deutsche Staatsbahnstrecke bis Wolfenbüttel eröffnet. Sie verließ den Hbf gerade in etwa südlicher Richtung, ab 1872 zusammen mit dem Einfahrgleis aus Hannover. Von 1959 bis 1960 wurde außerdem die neue Trassierung nördlich der Unterführung provisorisch an den alten Hbf angeschlossen.

Östlich der Gartenstadt führt seit 1959 die neue Trassierung nach links, während die ursprüngliche Trasse geradeaus entlang des Fahrweges führte. Hier lag auch der Abzw. Wasserwerk (Wk), wo eine Verbindungskurve zum Abzw. Okerbrücke (Oe) begann. Diese Kurve, deren Damm rechts erkennbar ist, existierte nach unterschiedlichen Angaben von 1930–1941 bis 1956.
 

An der Kurve findet sich ein Betonfundament, evtl. von dem Signal bei Km 0,319 der Verbindungskurve, welches die Einfädelung...

...in die Strecke nach Bad Harzburg regelte. Hier der Blick von Osten auf den Damm der Kurve.    » Diese Stelle in GoogleMaps
 

Nördlich des Fahrweges, welcher ein kleines Haus auf der Trasse erschließt, ist der Damm der Verbindungskurve an mehreren Stellen unterbrochen.

Hier wird auch die Trasse zum alten Hbf mit altem Kilometerstein neben dem ansteigenden Damm der Verbindungskurve (rechts) wieder sichtbar.
 

Schließlich enden die beiden Trassen (Rechts der endende Damm der Kurve) am bis 1960 aufgeschütteten Damm zum Rangierbahnhof (von links).

Nördlich der neuen Trassen (im Rücken) der Blick nach Norden. Dieser Trassenteil wurde 1959 provisorisch an die neue Unterführung angeschlossen.
 

 Zufahrten aus Richtung Westen (Hannover)

Bereits ab 1843 konnte man in Richtung Peine fahren. Ein Jahr später wurde neben den Gleisen nach Peine der Rbf Rüningerfeld angelegt. 1872 wurden (zusammen mit der Helmstedter Strecke und der Verbindungsbahn, s. u.) seperate Ein- und Ausfahrten Richtung Hannover in Betrieb genommen. Stillgelegt wurden beide im Zuge einiger Gleisumgestaltungen im Jahr 1936, die Ein- und Ausfahrt erfolgte dann wieder entlang des Rbf Rüningerfeld.

Östlich der heutigen Brücke über das Ringgleis zweigte die Ein- und Ausfahrt aus Richtung Hannover, damals auf dem Niveau des heutigen Ringgleises, nach links ab. Ab 1872 fädelte sich an gleicher Stelle das neue Einfahrgleis nach rechts aus. Durch die Höherlegung und leichte Verschwenkung der Eisenbahn im Zuge des Baus des neuen Hauptbahnhofs 1960 ist der Bereich heute komplett verändert und nicht mehr wiederzuerkennen.
 

Nördlich der Gartenstadt liegt ein kleiner Park. Etwa hier, am linken Bildrand, führte das Einfahrgleis aus Richtung Hannover entlang und kreuzte dann die (Alte) Frankfurter Straße, welche in Bildmitte erkennbar ist, niveaugleich.

Etwa im Bereich der "neuen" Tunnelröhre durch die begradigten Hauptgleise erreichte das Einfahrgleis von links kommend die alte Trassierung aus Bad Harzburg, welche rechts durch das Wäldchen verlief (vgl. oben).
 

Die Einmündung der Friedrich-Seele-Straße in die Frankfurter Straße. Rechts erkennt man den Damm der Hauptbahn, welche bis 1960 niveaugleich etwas links des heutigen Dammes entlangführte. Links daneben, in den linken Hintergrund führend, lag die Ein- und Ausfahrt Richtung Hannover.

Der Blick von der Hauptbahn, welche ursprünglich links unten etwa parallel verlief. Links daneben befand sich die Einfahrt sowie der Rbf Rüningerfeld. Heute ist hier alles mit einem real-Markt überbaut. Der Damm im Vordergrund zeugt vom späteren Verbindungsgleis zum Westbahnhof (s. u.).
 

 Zufahrt aus Richtung Osten (Helmstedt)

Im Jahr 1872 wurde die Bahnstrecke zwischen Braunschweig und Helmstedt samt der direkten Verbindung von Osten nach Westen (grau) eröffnet. Sie querte die Oker bis 1940 auf einer heute nicht mehr existenten Brücke weiter südlich, im Bereich des heutigen Rbf-Dammes (grö฿ere Kurve), ab 1940 auf der noch heute vorhandenen aber nicht mehr betriebenen viergleisigen Brücke.

Von den heutigen Hauptgleisen aus ist die ehemalige Trassierung von 1940 noch zu erkennen (Blick in Richtung Westen). Links der Bäume liegt der Rbf-Damm, welcher wohl einige Teile der bis 1940 betriebenen Gleisführung unter sich begraben hat. Im Hintergrund folgt die Brücke über die Oker. Die heute betriebe Gleisführung ging kurz vor dem neuen Hbf in Betrieb.
 

Die 1960 stillgelegte Okerbrücke von Süden her. Bis 1940 lag die Brücke noch etwas weiter südlich, im Rücken des Fotografen.

Die ebenfalls massive, tunnelartige Unterführung des Kennelweges wurde nach der Stillegung abgetragen. Hinten die Brücke von 1960.
 

Blick zurück vom Beginn der Kurve. Bei dem Signal liegen die Gleise nach Bad Harzburg. An dieser Stelle wurde die Kurve vor der Eröffnung des neuen Hbf provisorisch angeschlossen.

Der Blick in Richtung alter Bahnhof. Der auf der Kurve angelegte Fahrweg endet an diesem Parkplatz einer Kleingartenanlage, welche sich links des Bildes befindet.    » Diese Stelle in GoogleMaps
 

Am Ende des Parkplatzes führt ein Trampelpfad auf der durch Schotter noch deutlich erkennbaren Trasse weiter, welche hier mindestens 3 Gleise aufwies.

Schließlich endet die Trasse am aufgeschütteten Damm der Theodor-Heuss-Straße. Nördlich davon führten die einzelnen Trassen zusammen.
 

 Zufahrten aus Richtung Norden (Nord- und Westbahnhof)

Die Verbindung zur Strecke der Braunschweigischen Landes-Eisenbahn bestand bereits seit deren Eröffnung 1886. Mit der Eröffnung des neuen Hbf 1960 wurde sie stillgelegt, und ein neues Gleis zur Anbindung des nun als "Holzhof" bezeichneten alten Hbf errichtet, welche nun ausschließlich vom Westbahnhof her erfolgen konnte. Dieses Gleis wurde 1989 stillgelegt.

Auf der BLE-Strecke nach Derneburg der Blick in Richtung Süden. Hier zweigte in einer Linkskurve die Verbindung zum alten Braunschweiger Staatsbahnhof ab. Es war bis 1936 die einzige Verbindung der BLE zur Staatsbahn. Ab 1960 wurden weiter südlich an der BLE-Trasse neue Verbindungen zum alten Hbf sowie zum neuen Rbf in Betrieb genommen.
 

Zunächst führt eine Zufahrt auf der Trasse der Kurve entlang.

Schließlich führt die Straße nach rechts, und ein Kleingartenweg...
 

...führt entlang der noch heute erkennbaren Verbindungskurve weiter, welche heute an der Alten Frankfurter Straße und der A 391 endet.

Vorne die Alte Frankfurter Straße, dahinter die A 391, welche den weiteren Verlauf verschlungen hat.   » Diese Stelle in GoogleMaps
 

Blick von der Otto-von-Guericke-Str. nach Süden. Hier erstreckte sich der Rbf Rüningerfeld. In Blickrichtung lag die Ausfahrt nach Hannover, am äußersten rechten Bildrand mündete die BLE-Kurve ein.

Blick von der gleichen Stelle nach Norden. Quer über die heutige Theodor-Heuss-Straße führten die Gleise in Blickrichtung in den
alten Hauptbahnhof.
 

Das neue Gleis zum "Holzhof" begann südlich der Friedrich-Seele-Straße und zweigte nach links vom ebenfalls neuen Gleis zum neuen Rbf ab. Noch heute ist ein Teil des Planums des abzweigenden Gleises sichtbar.

Blick von der Hauptbahn. An dieser Stelle endet die noch erkennbare Trasse des Gleises neben der Hauptbahn, welches mit ihr zusammen ohne jegliche Gleisverbindung über die Brücke Frankfurter Straße geführt wurde.
 

Die Trasse ist neben den Hauptgleisen noch immer erkennbar.

Hinter der Brücke Frankfurter Str. schwenkt die Trasse nach links.
 

Das Gleis führte östlich des real-Parkplatzes entlang.
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Kurz vor der Theodor-Heuss-Straße der Blick zurück. Nach rechts zweigte einst ein Anschluss ab, ein Gleisrest liegt noch immer.
 

Beim Bau der Theodor-Heuss-Straße erhielt diese eine Überführung über das verbliebene Gleis zum alten Hbf. Heute sind Rampen und Brücke der Straße nutzlos. Rechts des Bildes lagen bis 1960 die früheren Zufahrten aus Süden und Osten (s. o.), links die nördlichen Ausläufer des Rbf Rüningerfeld.

Hinter der Brücke der Blick nach Norden. Auf einigen Metern ist die Trasse noch vorhanden, im Hintergrund vor dem Gebäude folgte der Bü Eisenbütteler Straße. Das weitere Gleisfeld ist überbaut. Die Trasse zum "Holzhof" wurde bis 1989 befahren, die Gleise schließlich in den 1990ern abgebaut.
 

 
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